Fachpraktische Ausbildung (fpA) in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen

Sechs der zwölf Blöcke in der elften Jahrgangsstufe sind der fachpraktischen Ausbildung vorbehalten.

Sie findet je zur Hälfte im erzieherischen Bereich (z.B. in Kindergärten und Schulen) und im pflegerischen Bereich (z.B. in Seniorenheimen und Behinderteneinrichtungen) statt.

 

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung werden die Schüler vertraut mit den generellen Aufgaben der Einrichtung, den internen Kommunikations- und Entscheidungswegen, der Ausgestaltung der Betreuung der Kinder und Jugendlichen sowie aller anderen Unterstützungsbedürftigen. Wichtig sind hier auch die Arbeits- und Kooperationsbeziehungen zu anderen Einrichtungen und die Ausstattung der einzelnen Praktikumseinrichtung.

 

Die Praktikanten übernehmen in der Regel tägliche Routinetätigkeiten beginnend mit einfacheren grundlegenden Arbeiten. Bei zuverlässiger, zügiger und genauer Erledigung erweitert sich für gute Schüler der Aufgabenbereich im Laufe der Praktikumszeit. Über die geleisteten Praktika werden von den Schülern Berichte erstellt, die die Tätigkeiten dokumentieren.

 

Die fachpraktische Ausbildung der Ausbildungsrichtung Sozialwesen umfasst eine fünftägige Arbeitswoche. Die Tagesarbeitszeit liegt zwischen 7,5 und 8,0 Stunden. Bei manchen Einrichtungen kann es durchaus zu Wochenendarbeit und Schichtdiensten im gesetzlichen Rahmen entsprechend des Lebensalters kommen. Natürlich gelten für die Praktikanten auch die normalen Schulferien.

 

 

Die Schülerinnen und Schüler wählen zu Beginn jedes Halbjahrs ihre Praktikumsstelle in Absprache mit den Betreuungslehrern und ihren Mitschülern aus einem vorhandenen Pool von Praktikumsstellen im Einzugsgebiet der Beruflichen Oberschule Unterschleißheim.

Da die Praktikanten im Laufe des Jahres verschiedene Tätigkeitsbereiche kennen lernen müssen und betriebsbedingt nicht jede Einrichtung ständig zur Verfügung steht, kann der Fall eintreten, dass nicht alle Schülerwünsche realisiert werden.

 

 

Während der fpA werden die Schülerinnen und Schüler von einem zuständigen fpA- Betreuungslehrer begleitet. Dieser betreut die Schüler in den Anleitungstreffen in der Schule, führt Exkursionen durch und steht als Ansprechpartner bei Problemen in der Praktikumseinrichtung zur Verfügung.

 

Aufgrund der speziellen Anforderungen dieser fachpraktischen Ausbildung ist es empfehlenswert, den Impfschutz gegen bestimmte Erkrankungen vor Praktikumsbeginn zu vervollständigen. Ein entsprechendes Merkblatt wird bei der Einschreibung ausgehändigt.

 

Vor Beginn des Praktikums im Bereich Pflege absolvieren unsere Schüler/-innen einen dreitägigen Pflegegrundkurs an einer Berufsfachschule für Altenpflege.

Zudem wird nach einer Belehrung die Bescheinigung des Gesundheitsamtes nach § 43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz erworben.

 

Für ein Praktikum im sozialen Bereich ist es unerlässlich, dass man als Schüler offen dafür ist auf Menschen einzugehen und mit Menschen umgehen zu können. Einfühlungsvermögen und kommunikative Fähigkeiten sind beim Pflegen von Behinderten, Kranken und beim Betreuen von Kindern und Jugendlichen unerlässlich und sollten als Voraussetzungen nicht unterschätzt werden. Wichtig ist auch die eigene psychische Stabilität und Gesundheit.

 

Eine Übersicht aller bereits mit der Beruflichen Oberschule Unterschleißheim kooperierenden Einrichtungen finden Sie hier: Kooperationsbetriebe im Bereich Sozialwesen